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Tilgungsrechner

Berechnen Sie Ihre monatliche Kreditrate, Restschuld nach Zinsbindung und die Gesamtkosten Ihrer Finanzierung – mit Sondertilgung, Tilgungsplan und interaktiven Charts.

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Ihre Kreditdaten

% p.a.
% p.a.
Jahre
Monatliche Rate 0 € Annuität (gleichbleibend)
Restschuld nach Zinsbindung 0 €
Gezahlte Zinsen (gesamt) 0 €
Gesamtlaufzeit bis Volltilgung 0 Jahre

Berechnungsweg Schritt für Schritt

1
Darlehenssumme Kreditbetrag, den Sie aufnehmen 0 €
2
Jährliche Annuität Sollzins + Anfangstilgung 0 €
3
Monatliche Rate Annuität / 12 Monate 0 €
4
Getilgt nach Zinsbindung Summe aller Tilgungsanteile 0 €
5
Gezahlte Zinsen in Zinsbindung Summe aller Zinsanteile 0 €
6
Restschuld nach Zinsbindung Darlehen - getilgte Summe 0 €

Restschuld-Verlauf über die Jahre

Restschuld
Bereits getilgt

Kosten-Aufteilung

Tilgung
Zinslast
Sondertilgung

Zins vs. Tilgung pro Jahr

Tilgungsanteil
Zinsanteil

Sondertilgungs-Effekt im Vergleich

Ohne Sondertilgung
Mit Sondertilgung

Detaillierter Tilgungsplan

Jahr Rate (ges.) Zinsanteil Tilgungsanteil Sondertilg. Restschuld

Der Tilgungsrechner im Detail

Ein Immobilienkredit ist für die meisten Menschen die größte finanzielle Verpflichtung ihres Lebens. Umso wichtiger ist es, die Mechanik hinter Zinsen, Tilgung und Restschuld genau zu verstehen. Unser Tilgungsrechner zeigt Ihnen auf einen Blick, wie hoch Ihre monatliche Rate ausfällt, wie viel Sie an Zinsen zahlen und wann Ihr Kredit vollständig getilgt ist – inklusive Sondertilgungen und grafischer Auswertung.

Annuitätendarlehen: Das Standardmodell

Beim Annuitätendarlehen bleibt Ihre monatliche Rate über die gesamte Zinsbindung konstant. Die Rate setzt sich aus einem Zinsanteil und einem Tilgungsanteil zusammen. Am Anfang ist der Zinsanteil hoch und der Tilgungsanteil niedrig. Mit jeder Rate, die Sie zahlen, sinkt die Restschuld – und damit auch der Zinsanteil. Da die Gesamtrate gleich bleibt, steigt der Tilgungsanteil automatisch an. Diesen Effekt nennt man ersparte Zinsen: Sie tilgen mit der Zeit immer schneller.

Beispiel: Bei einer Darlehenssumme von 300.000 €, einem Sollzins von 3,5 % und einer Anfangstilgung von 2 % beträgt die monatliche Rate 1.375 €. Im ersten Monat fließen davon 875 € in Zinsen und nur 500 € in die Tilgung. Nach 10 Jahren hat sich das Verhältnis deutlich verschoben: Dann gehen bereits rund 650 € in die Tilgung und nur noch 725 € in die Zinsen.

Lineares Darlehen (Ratentilgung)

Beim linearen Darlehen bleibt der Tilgungsanteil jeden Monat gleich. Da die Restschuld schneller sinkt, verringern sich auch die Zinsen schneller. Die Folge: Ihre monatliche Rate sinkt über die Laufzeit. Am Anfang zahlen Sie mehr als beim Annuitätendarlehen, dafür insgesamt weniger Zinsen. In der Praxis ist dieses Modell bei Baufinanzierungen seltener, kann aber für Gewerbefinanzierungen attraktiv sein.

Zinsbindung und Anschlussfinanzierung

Die Zinsbindung legt fest, wie lange Ihr Sollzins garantiert bleibt – typisch sind 10, 15 oder 20 Jahre. Nach Ablauf der Zinsbindung steht eine Anschlussfinanzierung (Prolongation oder Umschuldung) an. Die Restschuld zu diesem Zeitpunkt ist entscheidend: Je niedriger sie ist, desto geringer das Zinsrisiko bei steigenden Zinsen. Unser Rechner zeigt Ihnen genau, wie hoch Ihre Restschuld nach der Zinsbindung ausfällt.

Faustregel: Eine längere Zinsbindung kostet etwas mehr Zins pro Jahr (ca. 0,3–0,5 % Aufschlag für 15 statt 10 Jahre), bietet aber Planungssicherheit. In Niedrigzinsphasen lohnt es sich, den Zins möglichst lange festzuschreiben. Bei hohen Zinsen kann eine kürzere Bindung mit Option auf günstigere Anschlussfinanzierung die bessere Wahl sein.

Sondertilgung: Der Turbo für die Entschuldung

Sondertilgungen sind Zusatzzahlungen außerhalb der regulären Rate, die direkt die Restschuld reduzieren. Schon 5.000 € jährliche Sondertilgung bei einem 300.000-€-Kredit können die Gesamtlaufzeit um mehrere Jahre verkürzen und Ihnen fünfstellige Zinskosten ersparen. Die meisten Banken erlauben 5–10 % Sondertilgung pro Jahr – nutzen Sie dieses Recht konsequent aus.

Der Effekt ist besonders am Anfang der Laufzeit enorm: Eine Sondertilgung im ersten Jahr spart Ihnen über die gesamte Restlaufzeit Zinsen auf diesen Betrag. Ein Euro Sondertilgung im ersten Jahr kann Sie 2–3 € an Zinsen über die Laufzeit sparen. Je später die Sondertilgung, desto geringer der Zinseszins-Spareffekt.

Tilgungssatz: Wie viel sollte man tilgen?

Der anfängliche Tilgungssatz bestimmt, wie schnell Sie entschuldet sind. Mindestens 2 % Anfangstilgung empfehlen Experten – besser 3 % oder mehr. Bei 1 % Anfangstilgung und 3,5 % Zins dauert die Volltilgung über 35 Jahre. Bei 3 % Tilgung sind es nur noch rund 22 Jahre. Jedes Prozent mehr Tilgung spart erhebliche Zinskosten, erfordert aber eine höhere monatliche Rate.

  • 1 % Tilgung: Niedrige Rate, aber extrem lange Laufzeit und hohe Zinskosten. Nicht empfohlen bei Zinsen über 2 %.
  • 2 % Tilgung: Standard bei Baufinanzierungen. Guter Kompromiss aus Belastung und Entschuldungstempo.
  • 3–4 % Tilgung: Empfehlenswert, wenn das Budget es erlaubt. Deutlich schnellere Entschuldung.
  • 5 %+ Tilgung: Aggressive Tilgung, ideal bei niedrigen Zinsen oder kurzer gewünschter Laufzeit.

Effektivzins vs. Sollzins

Der Sollzins ist der reine Kreditzins. Der Effektivzins enthält zusätzlich Nebenkosten wie Kontoführung oder veränderte Zahlungszeitpunkte und ist daher immer etwas höher. Beim Vergleich von Kreditangeboten sollten Sie immer den Effektivzins vergleichen – er zeigt die tatsächlichen Kosten. Unser Rechner arbeitet mit dem Sollzins, da die Nebenkosten je nach Bank variieren.

Tipps für die optimale Baufinanzierung

  • Eigenkapital maximieren: Je mehr Eigenkapital, desto bessere Konditionen. 20–30 % sind ideal.
  • Sondertilgungsrecht sichern: Mindestens 5 % p.a. vertraglich festlegen und konsequent nutzen.
  • Monatliche Rate realistisch planen: Maximal 35 % des Nettoeinkommens für die Kreditrate einplanen.
  • Zinsbindung dem Zinsniveau anpassen: Bei niedrigen Zinsen lang binden, bei hohen Zinsen kürzer wählen.
  • Tilgungssatzwechsel vereinbaren: Flexibilität für Gehaltsänderungen oder Elternzeit einbauen.

Häufig gestellte Fragen

Alles Wichtige rund um Tilgung, Kreditrate und Immobilienfinanzierung.

Was ist der Unterschied zwischen Annuitäten- und Ratentilgung?

Beim Annuitätendarlehen bleibt die monatliche Rate konstant – Zins- und Tilgungsanteil verschieben sich intern. Beim linearen Darlehen (Ratentilgung) bleibt der Tilgungsanteil gleich, die Rate sinkt mit der Zeit, da der Zinsanteil abnimmt. Das Annuitätendarlehen bietet bessere Planbarkeit, das lineare Darlehen spart insgesamt etwas Zinsen, da die Restschuld schneller sinkt.

Wie hoch sollte die anfängliche Tilgung sein?

Mindestens 2 %, besser 3 % oder mehr. Bei 1 % Tilgung und 3,5 % Zins dauert die Entschuldung über 35 Jahre. Bei 3 % sind es nur rund 22 Jahre. Jedes Prozent mehr Tilgung erhöht zwar die monatliche Rate, spart aber über die Laufzeit fünfstellige Beträge an Zinsen. Planen Sie so, dass die Rate maximal 35 % Ihres Nettoeinkommens beträgt.

Lohnt sich eine Sondertilgung?

Fast immer ja. Sondertilgungen reduzieren die Restschuld und damit die Zinslast für die gesamte Restlaufzeit. Bereits 5.000 € jährliche Sondertilgung können bei einem 300.000-€-Kredit die Laufzeit um 5–7 Jahre verkürzen und 20.000–40.000 € Zinsen sparen. Der Effekt ist umso stärker, je früher die Sondertilgung geleistet wird und je höher der Zinssatz ist.

Was passiert nach Ablauf der Zinsbindung?

Nach der Zinsbindung benötigen Sie eine Anschlussfinanzierung für die Restschuld. Sie können bei Ihrer Bank verlängern (Prolongation), zu einer anderen Bank wechseln (Umschuldung) oder ein Forward-Darlehen bis zu 5 Jahre im Voraus abschließen. Die Konditionen hängen vom dann aktuellen Zinsniveau ab – daher ist eine niedrige Restschuld das beste Sicherheitsnetz gegen steigende Zinsen.

Wie lange sollte die Zinsbindung sein?

Das hängt vom Zinsniveau ab. Bei niedrigen Zinsen (unter 3 %) empfehlen Experten 15–20 Jahre, um sich die günstigen Konditionen zu sichern. Bei hohen Zinsen (über 4 %) kann eine kürzere Bindung (5–10 Jahre) sinnvoll sein, wenn Sie erwarten, dass die Zinsen wieder sinken. Der Aufschlag für längere Bindungen beträgt typisch 0,3–0,5 % pro 5 Jahre Verlängerung.

Welche Nebenkosten kommen zum Kaufpreis hinzu?

Rechnen Sie mit 10–15 % Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 % je Bundesland), Notarkosten (~1,5 %), Grundbuchkosten (~0,5 %) und ggf. Maklergebühren (3–7 %). Diese Kosten müssen in der Regel aus Eigenkapital bezahlt werden. Bei einem Kaufpreis von 300.000 € kommen also 30.000–45.000 € Nebenkosten hinzu.

Kann ich den Kredit vorzeitig kündigen?

Nach 10 Jahren ja – gemäß § 489 BGB können Sie jedes Darlehen mit 6 Monaten Kündigungsfrist nach 10 Jahren seit Vollauszahlung kündigen, ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Vorher ist eine Kündigung nur bei berechtigtem Interesse möglich (z.B. Verkauf der Immobilie), wobei die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen darf.

Wie viel Eigenkapital brauche ich?

Ideal sind 20–30 % des Kaufpreises plus die kompletten Kaufnebenkosten. Mehr Eigenkapital bedeutet bessere Zinskonditionen und weniger Risiko. Bei 80 % Beleihung (20 % Eigenkapital) erhalten Sie deutlich bessere Zinssätze als bei 100 % oder sogar 110 % Finanzierung. Eine Vollfinanzierung ohne Eigenkapital ist möglich, aber teurer und risikoreicher.

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