Eine Umschuldung bedeutet: Sie nehmen einen neuen, günstigeren Kredit auf und lösen damit einen oder mehrere bestehende, teurere Kredite ab. Das Ergebnis: niedrigere Zinsen, niedrigere Raten oder kürzere Laufzeit – oft sogar alles gleichzeitig. Besonders lohnend ist die Umschuldung bei Dispokrediten (9–14 % Zinsen), alten Ratenkrediten (vor dem Niedrigzins-Zeitraum abgeschlossen) und Kreditkartenschulden (12–20 % Zinsen).
Das Prinzip ist simpel: Wenn Sie vor 3 Jahren einen Ratenkredit zu 8,9 % aufgenommen haben und heute 4,5 % bekommen, sparen Sie 4,4 Prozentpunkte Zinsen auf die Restschuld. Bei 8.000 € Restschuld und 36 Monaten Restlaufzeit sind das rund 920 € weniger Zinskosten. Dafür zahlen Sie maximal 1 % Vorfälligkeitsentschädigung (80 €). Nettoersparnis: 840 €. Für 30 Minuten Aufwand.
Besonders effektiv wird die Umschuldung, wenn Sie mehrere Kredite zu einem einzigen bündeln. Statt drei verschiedener Raten an drei verschiedene Banken zahlen Sie eine Rate an eine Bank – zu einem einheitlichen, oft niedrigeren Zinssatz. Das verbessert auch Ihre Übersicht und senkt das Risiko, eine Rate zu vergessen (was den SCHUFA-Score verschlechtert).