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Krypto-Gewinnrechner

Wie viel Gewinn haben Sie mit Bitcoin, Ethereum & Co. wirklich gemacht? Berechnen Sie ROI, Steuerlast und Nettorendite – in Sekunden.

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Krypto-Gewinne sind in Deutschland steuerfrei, wenn die Haltefrist über 12 Monate beträgt.
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Steuerfrei! Ihre Haltedauer übersteigt 12 Monate – Gewinne sind steuerfrei.

Gewinnaufteilung

Gewinn vs. Kosten im Überblick

Wertentwicklung: Kauf bis Verkauf

Portfolio-Wert
Eingesetztes Kapital

Detailübersicht

Kennzahl Wert

Was wäre wenn? – Preisszenarien

So verändert sich Ihr Gewinn bei verschiedenen Verkaufspreisen.

Krypto-Gewinne richtig berechnen

Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Solana haben in den letzten Jahren für spektakuläre Kursgewinne gesorgt – aber auch für ebenso dramatische Verluste. Wer wissen will, ob sich sein Investment gelohnt hat, braucht mehr als einen Blick auf den aktuellen Kurs. Die korrekte Gewinnberechnung berücksichtigt Kaufpreis, Verkaufspreis, Gebühren, Steuern und die Haltedauer. Genau das leistet unser Krypto-Gewinnrechner.

Wie berechnet man den Krypto-Gewinn?

Die Grundformel ist denkbar einfach: Gewinn = Verkaufswert − Kaufwert − Gebühren − Steuern. Doch der Teufel steckt im Detail. Der Verkaufswert ergibt sich aus dem Verkaufspreis pro Coin multipliziert mit der Menge. Davon ziehen Sie die Verkaufsgebühren der Börse ab. Den Kaufwert berechnen Sie analog: Kaufpreis pro Coin mal Menge, plus Kaufgebühren. Die Differenz ist Ihr Bruttogewinn.

Entscheidend ist dann: Müssen Sie auf diesen Gewinn Steuern zahlen? In Deutschland hängt das von der Haltedauer ab. Halten Sie Ihre Coins länger als 12 Monate, ist der Gewinn komplett steuerfrei – egal ob es 100 € oder 1.000.000 € sind. Bei einer Haltedauer unter 12 Monaten greift der persönliche Einkommensteuersatz.

Die Steuerfreiheit nach 12 Monaten – Deutschlands Krypto-Vorteil

Deutschland hat eine weltweit fast einzigartige Steuerregelung für Kryptowährungen. Gemäß § 23 EStG gelten Kryptowährungen als „private Veräußerungsgeschäfte". Wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt, sind die Gewinne zu 100 % steuerfrei. Diese Regelung wurde 2024 vom Bundesfinanzhof nochmals bestätigt und gilt auch weiterhin.

Aber Vorsicht: Die 12-Monate-Regel gilt pro Transaktion. Wenn Sie an verschiedenen Zeitpunkten gekauft haben, wird jede Position einzeln betrachtet. Dabei gilt das FiFo-Prinzip (First in, First out): Die zuerst gekauften Coins werden als zuerst verkauft betrachtet. Das kann bei der Steuerberechnung einen gewaltigen Unterschied machen.

Freigrenze vs. Freibetrag – ein kritischer Unterschied

Seit 2024 gibt es eine Freigrenze von 1.000 € für private Veräußerungsgeschäfte (vorher 600 €). Wichtig: Das ist eine Freigrenze, kein Freibetrag! Der Unterschied ist entscheidend. Bei einem Freibetrag wäre nur der Betrag darüber steuerpflichtig. Bei einer Freigrenze dagegen gilt: Sobald Ihr Gewinn 1.000 € überschreitet, wird der gesamte Gewinn versteuert, nicht nur der Teil über 1.000 €. Bei 999 € Gewinn zahlen Sie nichts, bei 1.001 € versteuern Sie alles – es entstehen also 1.001 € steuerpflichtiger Gewinn.

ROI – die wichtigste Kennzahl für Krypto-Investoren

Der Return on Investment (ROI) zeigt, wie viel Prozent Rendite Ihr eingesetztes Kapital erwirtschaftet hat. Die Formel: ROI = (Nettogewinn / investiertes Kapital) × 100. Ein ROI von 100 % bedeutet, dass Sie Ihr eingesetztes Kapital verdoppelt haben. Ein ROI von −50 % zeigt, dass die Hälfte verloren ging.

Beim Krypto-Handel ist der ROI besonders aussagekräftig, weil die Preisschwankungen (Volatilität) extrem hoch sind. Bitcoin hatte Phasen mit über 1.000 % ROI in einem einzigen Jahr, aber auch Einbrüche von −80 %. Ohne ROI-Berechnung ist es schwer einzuschätzen, ob ein Investment tatsächlich profitabel war.

Handelsgebühren – der unterschätzte Kostenfaktor

Krypto-Börsen erheben Gebühren für jeden Kauf und Verkauf. Bei klassischen Plattformen wie Coinbase liegen diese bei 1–1,5 %, bei spezialisierten Exchanges wie Binance oder Kraken bei 0,1–0,5 %. Dazu kommen eventuelle Netzwerkgebühren (Gas Fees bei Ethereum) und Spread-Kosten.

Bei kleinen Trades scheinen 1,5 % harmlos. Doch bei einem Investment von 10.000 € zahlen Sie 150 € beim Kauf und weitere 150 € beim Verkauf – zusammen 300 €. Bei häufigem Handeln summiert sich das schnell. Unser Rechner zeigt Ihnen exakt, welchen Anteil die Gebühren an Ihrem Gewinn ausmachen.

Krypto-Steuern korrekt berechnen

Wenn die Haltedauer unter 12 Monaten liegt und der Gewinn über der Freigrenze von 1.000 € liegt, müssen Sie Steuern zahlen. Krypto-Gewinne unterliegen Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz (nicht der Abgeltungssteuer wie bei Aktien!). Das bedeutet: Je nach Einkommen zahlen Sie 14 % bis 45 % Steuern, zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die Steuer) und eventuell Kirchensteuer (8–9 %).

Ein konkretes Beispiel: Sie haben 5.000 € Krypto-Gewinn, Ihr persönlicher Steuersatz beträgt 42 %, Sie zahlen Soli aber keine Kirchensteuer. Die Steuer berechnet sich: 5.000 € × 42 % = 2.100 € Einkommensteuer + 115,50 € Soli (5,5 % auf 2.100 €) = 2.215,50 € Steuern. Von Ihrem Gewinn bleiben nur 2.784,50 € – weniger als die Hälfte.

Staking, Lending und DeFi – was gilt steuerlich?

Einkünfte aus Staking und Lending werden als sonstige Einkünfte (§ 22 Nr. 3 EStG) behandelt und sind ab 256 € pro Jahr steuerpflichtig. Wichtig: Die Haltefrist für gestakte Coins wurde 2024 auf die normalen 12 Monate reduziert – eine Verlängerung auf 10 Jahre findet nicht statt. Das wurde vom BMF eindeutig klargestellt und ist eine gute Nachricht für DeFi-Nutzer.

Dokumentation ist Pflicht

Das Finanzamt kann Nachweise über jeden Trade verlangen. Führen Sie ein lückenloses Transaktionslog mit Datum, Coin, Menge, Kaufpreis, Verkaufspreis und Plattform. Tools wie CoinTracking, Blockpit oder Accointing helfen bei der automatischen Dokumentation. Ohne Nachweise kann das Finanzamt die Gewinne schätzen – in der Regel zu Ihrem Nachteil.

Häufig gestellte Fragen

Alles Wichtige rund um Krypto-Gewinne und Steuern in Deutschland.

Sind Krypto-Gewinne in Deutschland steuerfrei?

Ja, wenn die Haltedauer über 12 Monate beträgt. In diesem Fall sind Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen komplett steuerfrei – unabhängig von der Höhe. Bei einer Haltedauer unter 12 Monaten gibt es eine Freigrenze von 1.000 € pro Jahr. Wird diese überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig.

Was ist der Unterschied zwischen Freigrenze und Freibetrag?

Eine Freigrenze bedeutet: Sobald der Gewinn 1.000 € übersteigt, wird der komplette Gewinn versteuert (nicht nur der Betrag über 1.000 €). Ein Freibetrag würde dagegen nur den Überschuss besteuern. Die 1.000 € bei Krypto sind eine Freigrenze – ein wichtiger Unterschied, der Anleger oft überrascht.

Welcher Steuersatz gilt für Krypto-Gewinne?

Krypto-Gewinne werden mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert (14–45 %), nicht mit der Abgeltungssteuer (25 %). Dazu kommen Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die Steuer) und eventuell Kirchensteuer (8–9 %). Je höher Ihr Gesamteinkommen, desto höher die Steuer auf Krypto-Gewinne.

Was ist das FiFo-Prinzip bei Kryptowährungen?

First in, First out: Die zuerst gekauften Coins gelten als zuerst verkauft. Wenn Sie Bitcoin zu verschiedenen Zeitpunkten gekauft haben (z. B. Januar und Juni), wird beim Verkauf der Januar-Kauf zuerst berücksichtigt. Das hat Auswirkungen auf die Haltedauer und damit auf die Steuerpflicht. Planen Sie Ihre Verkäufe entsprechend.

Wie hoch sind die Gebühren bei Krypto-Börsen?

Die Gebühren variieren stark: Coinbase: 1,0–1,5 %, Kraken: 0,16–0,26 % (Maker/Taker), Binance: 0,1 %, Bitpanda: 1,5 %. Dazu kommen eventuelle Netzwerkgebühren (Gas Fees bei Ethereum). Nutzen Sie nach Möglichkeit Limit-Orders (Maker), da diese günstiger sind als Market-Orders (Taker).

Muss ich Krypto-Gewinne dem Finanzamt melden?

Ja, grundsätzlich immer. Auch steuerfreie Gewinne (Haltedauer > 12 Monate) sollten Sie in der Steuererklärung angeben. Seit 2025 tauschen Krypto-Börsen Daten automatisch mit Finanzämtern in der EU aus (DAC8-Richtlinie). Nicht deklarierte Gewinne werden also mit hoher Wahrscheinlichkeit entdeckt. Tragen Sie Krypto-Gewinne in der Anlage SO Ihrer Steuererklärung ein.

Werden Staking-Erträge anders besteuert?

Staking-Erträge gelten als sonstige Einkünfte (§ 22 Nr. 3 EStG) und unterliegen dem persönlichen Steuersatz – mit einer eigenen Freigrenze von 256 € pro Jahr. Die Haltefrist der gestakten Coins verlängert sich nicht auf 10 Jahre (BMF-Schreiben 2024). Es gelten die normalen 12 Monate.

Wie genau ist dieser Rechner?

Der Rechner liefert eine realitätsnahe Berechnung auf Basis der eingegebenen Daten. Für die exakte Steuererklärung benötigen Sie die genauen Transaktionsdaten aller Trades (Datum, Beträge, FiFo-Zuordnung). Nutzen Sie den Rechner als Orientierung und konsultieren Sie bei komplexen Portfolios einen Steuerberater.

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