Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist der mit Abstand wichtigste Aktienindex der Welt. Er umfasst die 500 größten börsennotierten Unternehmen der USA und wird von der Rating-Agentur Standard & Poor's zusammengestellt und berechnet. Der Index deckt rund 80 % der gesamten US-Marktkapitalisierung ab und gilt als der beste Einzelindikator für den amerikanischen Aktienmarkt.
Anders als der Dow Jones Industrial Average, der nur 30 Werte enthält und preisgewichtet ist, wird der S&P 500 nach der Marktkapitalisierung im Streubesitz gewichtet. Das macht ihn zu einem deutlich repräsentativeren Abbild der US-Wirtschaft.
Aufnahmekriterien
Nicht jedes US-Unternehmen kommt automatisch in den S&P 500. Die Aufnahme wird von einem Komitee bei Standard & Poor's entschieden. Voraussetzungen sind: Sitz in den USA, Marktkapitalisierung von mindestens 18 Milliarden US-Dollar, mindestens 50 % der Aktien im Streubesitz, positive Gewinne in den letzten vier Quartalen und ein ausreichendes Handelsvolumen.
Warum der S&P 500 so beliebt ist
Der S&P 500 ist der Benchmark, an dem sich praktisch alle Fondsmanager messen lassen müssen. Warren Buffett – einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten – empfiehlt Privatanlegern regelmäßig, einfach in einen kostengünstigen S&P-500-Indexfonds zu investieren. Historisch hat der Index über 90 % der aktiv gemanagten Fonds auf Sicht von 15 Jahren geschlagen.
Wie kann man in den S&P 500 investieren?
Der einfachste Weg führt über ETFs. Die bekanntesten sind der iShares Core S&P 500 (ISIN: IE00B5BMR087) und der Vanguard S&P 500 (ISIN: IE00B3XXRP09). Die jährlichen Kosten liegen unter 0,1 %. Beide sind bei fast allen deutschen Brokern als Sparplan verfügbar, oft sogar kostenlos besparbar.