Index-Profil

S&P 500

Der Standard & Poor's 500 – der wichtigste Aktienindex der Welt. 500 Unternehmen, die rund 80 % der gesamten US-Marktkapitalisierung abdecken.

Startseite Börse & Aktien S&P 500
Anzahl Aktien 500
Gründungsjahr 1957
Region 🇺🇸 USA
Ø Dividendenrendite ~1,4 %

Was ist der S&P 500?

Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist der mit Abstand wichtigste Aktienindex der Welt. Er umfasst die 500 größten börsennotierten Unternehmen der USA und wird von der Rating-Agentur Standard & Poor's zusammengestellt und berechnet. Der Index deckt rund 80 % der gesamten US-Marktkapitalisierung ab und gilt als der beste Einzelindikator für den amerikanischen Aktienmarkt.

Anders als der Dow Jones Industrial Average, der nur 30 Werte enthält und preisgewichtet ist, wird der S&P 500 nach der Marktkapitalisierung im Streubesitz gewichtet. Das macht ihn zu einem deutlich repräsentativeren Abbild der US-Wirtschaft.

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Gut zu wissen: Der S&P 500 ist ein Kursindex – Dividenden werden im Gegensatz zum DAX nicht eingerechnet. Der „Total Return"-Index (mit Dividenden) liegt historisch rund 1,5–2 Prozentpunkte pro Jahr höher als der oft zitierte Kursindex.

Aufnahmekriterien

Nicht jedes US-Unternehmen kommt automatisch in den S&P 500. Die Aufnahme wird von einem Komitee bei Standard & Poor's entschieden. Voraussetzungen sind: Sitz in den USA, Marktkapitalisierung von mindestens 18 Milliarden US-Dollar, mindestens 50 % der Aktien im Streubesitz, positive Gewinne in den letzten vier Quartalen und ein ausreichendes Handelsvolumen.

Warum der S&P 500 so beliebt ist

Der S&P 500 ist der Benchmark, an dem sich praktisch alle Fondsmanager messen lassen müssen. Warren Buffett – einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten – empfiehlt Privatanlegern regelmäßig, einfach in einen kostengünstigen S&P-500-Indexfonds zu investieren. Historisch hat der Index über 90 % der aktiv gemanagten Fonds auf Sicht von 15 Jahren geschlagen.

Wie kann man in den S&P 500 investieren?

Der einfachste Weg führt über ETFs. Die bekanntesten sind der iShares Core S&P 500 (ISIN: IE00B5BMR087) und der Vanguard S&P 500 (ISIN: IE00B3XXRP09). Die jährlichen Kosten liegen unter 0,1 %. Beide sind bei fast allen deutschen Brokern als Sparplan verfügbar, oft sogar kostenlos besparbar.

⚠️
Währungsrisiko beachten: Der S&P 500 wird in US-Dollar berechnet. Als Euro-Anleger tragen Sie ein Wechselkursrisiko. Sinkt der Dollar gegenüber dem Euro, mindert das Ihre Rendite – steigt er, profitieren Sie zusätzlich. Langfristig gleichen sich Währungsschwankungen oft aus.

Sektoren-Verteilung

Die Gewichtung der Branchen im S&P 500.

31 % Technologie
13 % Gesundheit
12 % Finanzen
11 % Konsumgüter (zyklisch)
9 % Kommunikation
24 % Industrie & Sonstige

Die Top 15 Unternehmen im S&P 500

Die einflussreichsten Positionen – Stand: Anfang 2026.

# Unternehmen Sektor Gewichtung
1 Apple Technologie 7,1 %
2 Microsoft Technologie 6,8 %
3 NVIDIA Halbleiter 5,9 %
4 Amazon E-Commerce & Cloud 3,8 %
5 Alphabet (Google) Technologie 3,5 %
6 Meta (Facebook) Social Media 2,6 %
7 Berkshire Hathaway Konglomerat 1,8 %
8 Tesla Automobil & Energie 1,7 %
9 UnitedHealth Gesundheit 1,4 %
10 Johnson & Johnson Pharma 1,3 %
11 JPMorgan Chase Banken 1,2 %
12 Visa Finanzdienstleistungen 1,1 %
13 Procter & Gamble Konsumgüter 1,0 %
14 Mastercard Finanzdienstleistungen 0,9 %
15 Costco Einzelhandel 0,9 %

Häufig gestellte Fragen

Die wichtigsten Fragen zum S&P 500.

Wie hoch war die historische Rendite des S&P 500?

Seit 1957 hat der S&P 500 eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 10–11 % erzielt (inkl. Dividenden, vor Inflation). Nach Abzug der Inflation bleiben real ca. 7 % pro Jahr. Bei einem Anlagehorizont von 20 Jahren oder mehr lag die Rendite historisch immer im positiven Bereich – unabhängig vom Einstiegszeitpunkt.

S&P 500 oder MSCI World – was ist besser?

Der S&P 500 ist fokussierter (nur USA), während der MSCI World breiter diversifiziert ist (23 Länder). Historisch hat der S&P 500 in den letzten 15 Jahren den MSCI World leicht geschlagen – hauptsächlich dank der starken US-Tech-Unternehmen. Der MSCI World bietet dafür mehr Schutz vor regionalen Risiken. Viele Anleger kombinieren beide oder setzen auf den MSCI World als Basis.

Ist der S&P 500 zu Tech-lastig?

Die „Magnificent 7" (Apple, Microsoft, NVIDIA, Amazon, Alphabet, Meta, Tesla) machen zusammen rund 30 % des Index aus. Das ist eine erhebliche Konzentration. Wer das ausgleichen möchte, kann den S&P 500 Equal Weight ETF nutzen – dort haben alle 500 Aktien das gleiche Gewicht. Alternativ ergänzt ein breiterer Index wie der MSCI World die Diversifikation.

Was passiert bei einem Börsencrash mit dem S&P 500?

Crash-Szenarien hat der S&P 500 mehrfach durchlebt: Dotcom-Blase 2000 (−49 %), Finanzkrise 2008 (−57 %), Corona-Crash 2020 (−34 %). In jedem Fall hat sich der Index erholt und danach neue Höchststände erreicht. Die durchschnittliche Erholungszeit nach einer Krise betrug historisch 2–4 Jahre. Wer investiert bleibt und nachkauft, profitiert langfristig.

Welche Steuern fallen für deutsche Anleger an?

Für deutsche Anleger gelten die üblichen Regeln: Abgeltungssteuer (25 %) plus Soli und ggf. Kirchensteuer auf Kursgewinne und Dividenden. Durch das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den USA wird die US-Quellensteuer auf 15 % reduziert und auf die deutsche Steuer angerechnet. ETFs mit Domizil in Irland profitieren automatisch von diesem Vorteil.

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