Der Nasdaq 100 ist ein Aktienindex, der die 100 größten nicht-finanziellen Unternehmen umfasst, die an der Nasdaq-Börse in New York gelistet sind. Anders als der S&P 500 enthält er keine Banken, Versicherungen oder klassische Finanzdienstleister. Stattdessen dominieren Technologieunternehmen, was den Nasdaq 100 zum globalen Gradmesser für die Tech-Branche macht.
Der Index wurde 1985 eingeführt und hat seither eine bemerkenswerte Performance hingelegt. Trotz dramatischer Einbrüche – wie dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000, als der Index über 80 % seines Wertes verlor – hat sich der Nasdaq 100 langfristig als einer der renditestärksten Indizes der Welt erwiesen.
Warum keine Finanzwerte?
Die Nasdaq wurde 1971 als erste vollständig elektronische Börse gegründet und hat sich von Anfang an als Heimat für innovative Technologieunternehmen positioniert. Der Nasdaq 100 schließt Finanzwerte bewusst aus, um den Charakter als Innovations- und Technologie-Index beizubehalten. Banken und Versicherungen finden sich stattdessen im separaten Nasdaq Financial-100 Index.
Rendite vs. Risiko
Der Nasdaq 100 hat historisch deutlich höhere Renditen erzielt als der S&P 500 oder der MSCI World – allerdings mit spürbar stärkeren Kursschwankungen. In guten Jahren kann der Index 30–50 % steigen, in Krisenjahren aber auch 30–40 % fallen. Die Volatilität liegt typischerweise 20–30 % über der des S&P 500. Anleger sollten einen Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren mitbringen.
Wie kann man in den Nasdaq 100 investieren?
Für deutsche Anleger sind ETFs der einfachste Zugang. Die bekanntesten Nasdaq-100-ETFs sind der iShares Nasdaq 100 (ISIN: IE00B53SZB19, TER: 0,33 %) und der Amundi Nasdaq 100 (ISIN: LU1681038243, TER: 0,23 %). Beide sind als Sparplan verfügbar. Beachten Sie die etwas höheren Kosten im Vergleich zu S&P-500- oder MSCI-World-ETFs.