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Rentenlücke & Inflationsrechner

Berechnen Sie Ihre persönliche Rentenlücke – und sehen Sie, wie die Inflation Ihre Rente entwertet. Mit Sparplan-Empfehlung und interaktiven Grafiken.

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Ihre Angaben

Jahre
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Ihre monatliche Rentenlücke 0 € nominal, ohne Inflation
Rentenlücke (real, inflationsbereinigt) 0 €
Benötigtes Vermögen mit 67 0 €
Nötiger ETF-Sparplan 0 €/Mon

Rente vs. Bedarf

Wunsch-Rente (heute) 0 € 80 % vom Netto
Bedarf in heutigem Geld (real) 0 € nach Inflation
Gesetzl. Rente (real) 0 € Kaufkraft bei Renteneintritt

Vermögensaufbau bis zur Rente

Eigene Einzahlungen
Rendite (Zinseszins)
Ziel-Vermögen

Renten-Zusammensetzung

Gesetzliche Rente
Rentenlücke

Sparplan-Szenarien

Konservativ (4 %)
Ihr Wert
Offensiv (10 %)

Kaufkraft Ihrer Rente über die Zeit

Nominale Rente
Reale Kaufkraft
Kaufkraftverlust

Jahresübersicht: Vermögensaufbau

Jahr Alter Einzahlungen kum. Rendite kum. Vermögen Zum Ziel

Die Rentenlücke: Was fehlt Ihnen im Alter?

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen Ihrem gewünschten Lebensstandard im Alter und der zu erwartenden gesetzlichen Rente. Wer heute 3.000 € netto verdient und 80 % davon als Rente anpeilt, braucht 2.400 € monatlich. Die gesetzliche Rente bringt nach aktuellen Berechnungen oft nur 1.000–1.500 € netto. Die Differenz – die Rentenlücke – muss privat geschlossen werden.

Das Problem wird durch die Inflation massiv verschärft. Eine Wunschrente von 2.400 € hat bei 2,5 % Inflation in 37 Jahren (Renteneintritt mit 67 als 30-Jähriger) nur noch eine Kaufkraft von rund 960 €. Sie können sich damit nur noch 40 % dessen kaufen, was heute 2.400 € wert sind. Deshalb berechnet unser Rechner die Rentenlücke immer auch inflationsbereinigt – die ehrlichere Zahl.

Die gesetzliche Rente im Realitätscheck

Das Rentenniveau in Deutschland liegt aktuell bei 48 % des Durchschnittsentgelts – Tendenz fallend. Ein Eckrentner (45 Jahre Beiträge auf Durchschnittslohn) erhält rund 1.700 € brutto Rente. Nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung bleiben ca. 1.500 € netto. Wer weniger verdient oder Lücken im Erwerbsleben hat (Studium, Elternzeit, Teilzeit), bekommt deutlich weniger.

Wichtig: Die Renteninformation, die Sie jährlich per Post erhalten, zeigt den Brutto-Wert ohne Inflation. Die dort genannten Beträge sind also bereits im Moment des Lesens weniger wert als dargestellt. Unser Rechner korrigiert genau diesen Fehler und zeigt die reale Kaufkraft.

Warum die Inflation der stille Renten-Killer ist

Die Inflation entwertet nicht nur Ihre Ersparnisse, sondern auch Ihre zukünftige Rente. Bei 2,5 % Inflation pro Jahr:

  • In 20 Jahren: 1.000 € Rente haben nur noch 610 € Kaufkraft
  • In 30 Jahren: 1.000 € Rente haben nur noch 477 € Kaufkraft
  • In 40 Jahren: 1.000 € Rente haben nur noch 372 € Kaufkraft

Deshalb ist es entscheidend, bei der Rentenplanung immer real zu rechnen – also die Inflation einzubeziehen. Unser Rechner tut genau das und zeigt Ihnen, welchen Betrag Sie heute zur Seite legen müssten, um Ihre Kaufkraft im Alter zu erhalten.

Mit ETF-Sparplänen die Lücke schließen

Die effektivste Methode, die Rentenlücke zu schließen, sind breit gestreute ETF-Sparpläne. Ein MSCI World ETF hat historisch rund 7–8 % Rendite pro Jahr erbracht. Nach Abzug der Inflation (2–3 %) bleiben 4–5 % reale Rendite. Dank des Zinseszinseffekts wächst Ihr Vermögen exponentiell:

  • 200 €/Monat über 37 Jahre bei 7 %: ca. 458.000 € (eingezahlt: 88.800 €)
  • 300 €/Monat über 37 Jahre bei 7 %: ca. 687.000 € (eingezahlt: 133.200 €)
  • 500 €/Monat über 37 Jahre bei 7 %: ca. 1.145.000 € (eingezahlt: 222.000 €)

Je früher Sie anfangen, desto weniger müssen Sie monatlich sparen. Wer mit 25 beginnt, braucht nur die Hälfte dessen, was jemand mit 35 aufbringen muss. Zeit ist Ihr mächtigster Verbündeter beim Vermögensaufbau.

Die 4-%-Entnahmeregel

Die Trinity-Studie hat gezeigt, dass Sie jährlich ca. 4 % Ihres Portfolios entnehmen können, ohne dass das Geld in 30 Jahren aufgebraucht ist – bei einer diversifizierten Aktien-/Anleihen-Mischung. Unser Rechner nutzt diesen Ansatz: Wenn Sie 1.000 € monatlich aus Ihrem Portfolio brauchen, benötigen Sie ein Vermögen von 300.000 € (1.000 € x 12 / 0,04). Bei 2.000 € monatlich: 600.000 €.

Was Sie jetzt tun sollten

  • Renteninformation prüfen: Fordern Sie Ihre aktuelle Rentenauskunft an (deutsche-rentenversicherung.de) und gleichen Sie den Betrag mit diesem Rechner ab.
  • Inflation einrechnen: Reduzieren Sie den Renten-Betrag gedanklich um 30–50 % – das ist die reale Kaufkraft bei Renteneintritt.
  • Sparplan starten: Eröffnen Sie ein Depot und richten Sie einen monatlichen ETF-Sparplan ein. Schon 100–200 €/Monat machen langfristig einen enormen Unterschied.
  • Jährlich prüfen: Passen Sie Ihren Sparplan bei Gehaltserhöhungen an und überprüfen Sie Ihre Rentenlücke regelmäßig.

Häufig gestellte Fragen

Alles Wichtige zu Rentenlücke, Inflation und privater Vorsorge.

Was genau ist die Rentenlücke?

Die Rentenlücke (auch Versorgungslücke) ist die monatliche Differenz zwischen Ihrem gewünschten Lebensstandard im Alter und der voraussichtlichen gesetzlichen Rente. Beispiel: Sie brauchen 2.400 € netto im Alter, erhalten aber nur 1.200 € gesetzliche Rente. Ihre Rentenlücke beträgt 1.200 €/Monat. Diese Lücke muss durch private Vorsorge (ETFs, Betriebsrente, Riester/Rürup) geschlossen werden.

Wo finde ich meine voraussichtliche gesetzliche Rente?

Die Deutsche Rentenversicherung schickt Ihnen ab 27 Jahren (mit mindestens 5 Beitragsjahren) jährlich eine Renteninformation per Post. Online können Sie Ihre Rentenauskunft unter deutsche-rentenversicherung.de abrufen. Wichtig: Der genannte Betrag ist brutto und nicht inflationsbereinigt. Ziehenken Sie ca. 11 % für Kranken-/Pflegeversicherung ab und rechnen Sie die Inflation heraus – der reale Nettobetrag ist deutlich niedriger.

Wie viel Geld brauche ich im Alter wirklich?

Faustregel: 70–80 % Ihres letzten Nettoeinkommens. Im Alter fallen einige Kosten weg (Pendeln, Berufskleidung, Sparen fürs Alter), aber andere steigen (Gesundheit, Pflege, Freizeit). Die 80-%-Regel ist ein guter Ausgangspunkt. Wenn Sie eine abbezahlte Immobilie haben, reichen evtl. 60–70 %. Ohne Eigentum und mit Mietkosten eher 80–90 %. Unser Rechner lässt Sie den gewünschten Prozentsatz frei einstellen.

Was ist die 4-%-Entnahmeregel?

Die 4-%-Regel (Trinity-Studie) besagt: Wenn Sie jährlich maximal 4 % Ihres Portfolios entnehmen, reicht Ihr Vermögen mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens 30 Jahre. Berechnung: Monatlicher Bedarf x 12 / 0,04 = benötigtes Vermögen. Beispiel: 1.500 € x 12 / 0,04 = 450.000 €. Die Regel basiert auf einem Mix aus Aktien und Anleihen und funktioniert umso besser, je flexibler Sie bei der Entnahme sind.

Wie realistisch sind 7 % ETF-Rendite?

Sehr realistisch bei langfristigem Anlagehorizont. Der MSCI World hat seit 1970 durchschnittlich 7–8 % pro Jahr erbracht (nominal). Allerdings schwanken die Renditen stark: Einzeljahre können -40 % bis +50 % bringen. Über 15+ Jahre lag die Rendite historisch IMMER im positiven Bereich. Für konservative Planung können Sie auch mit 5–6 % rechnen. Unser Rechner zeigt Ihnen verschiedene Szenarien.

Was passiert, wenn ich erst mit 40 anfange zu sparen?

Es ist nie zu spät – aber der benötigte Sparbetrag steigt erheblich. Wer mit 25 beginnt, hat 42 Jahre bis zur Rente. Wer mit 40 anfängt, nur 27 Jahre. Durch den fehlenden Zinseszinseffekt muss bei 40 oft doppelt so viel monatlich gespart werden wie bei 25. Beispiel: Für 500.000 € mit 67 brauchen Sie ab 25 ca. 230 €/Monat, ab 40 bereits ca. 590 €/Monat (bei 7 % Rendite). Aber: 590 €/Monat ab 40 ist immer noch besser als gar nichts.

Sollte ich Riester, Rürup oder ETF-Sparplan nutzen?

Für die meisten Angestellten ist ein ETF-Sparplan die flexibelste und renditestärkste Option. Riester lohnt sich primär bei: Familien mit Kindern (Zulagen!), Geringverdienern. Rürup lohnt sich für: Gutverdiener (hoher Steuervorteil) und Selbstständige. Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) lohnt sich, wenn der Arbeitgeber mindestens 20 % zuschießt. Unser Rat: Zuerst ETF-Sparplan, dann ggf. bAV (wenn Arbeitgeberzuschuss), Riester nur bei hoher Kinderzulage.

Wie genau ist dieser Rechner?

Unser Rechner ist eine Modellrechnung mit konstanten Annahmen (Inflation, Rendite, Sparrate). In der Realität schwanken alle Werte. Die Ergebnisse eignen sich hervorragend als Orientierung und Planungsgrundlage – sie zeigen die Größenordnung Ihrer Lücke und den nötigen Sparaufwand. Für eine verbindliche Rentenplanung empfehlen wir zusätzlich eine Beratung bei Ihrer Rentenversicherung oder einem Honorarberater (kein Provisionsberater!).

Rentenlücke schließen – jetzt Sparplan starten

Berechnen Sie mit unserem Sparplan-Rechner, wie Ihr Vermögen durch regelmäßiges Investieren wächst.