Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds, der einen Index wie den MSCI World oder den S&P 500 nachbildet. Statt einzelne Aktien auszuwählen, kaufen Sie mit einem einzigen ETF Hunderte oder Tausende Unternehmen gleichzeitig. Ein MSCI World ETF enthält beispielsweise rund 1.500 Aktien aus 23 Industrieländern – von Apple über Nestlé bis Toyota.
Der entscheidende Vorteil: Diversifikation zum Niedrigpreis. Während aktiv gemanagte Fonds 1,5–2,0 % Gebühren pro Jahr verlangen, kostet ein ETF nur 0,03–0,25 %. Dieser Kostenunterschied wirkt über 30 Jahre wie ein Schneeball: Bei 10.000 € Startkapital und 7 % Bruttorendite bleiben Ihnen mit einem ETF (0,20 % TER) nach 30 Jahren 93.800 € – mit einem aktiven Fonds (1,50 % TER) nur 57.400 €. Die Gebühren fressen 36.400 € Ihrer Rendite.
Dazu kommt: Über 90 % der aktiv gemanagten Fonds schneiden langfristig schlechter ab als ihr Vergleichsindex. Das ist keine Meinung, sondern durch jahrzehntelange Forschung belegt (SPIVA-Scorecard, Fama & French). ETFs gewinnen also nicht nur beim Preis, sondern auch bei der Rendite. Die Frage ist nicht, ob Sie in ETFs investieren sollten – sondern warum Sie es nicht längst tun.