Tagesgeld und Festgeld sind keine spannenden Anlageklassen – sie machen niemanden reich. Aber sie lösen ein grundlegendes Problem: Wohin mit dem Geld, das Sie kurzfristig brauchen oder als Sicherheitspolster halten? Ein ETF-Portfolio kann in Krisen 30–50 % verlieren – genau dann, wenn Sie den Notgroschen brauchen. Tagesgeld verliert nie an Wert (nominell), ist sofort verfügbar und durch die EU-Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bank und Person geschützt.
Seit der Zinswende 2022 gibt es endlich wieder attraktive Zinsen: 2,5–3,5 % auf Tagesgeld, 2,5–3,0 % auf 12-Monats-Festgeld. Das klingt bescheiden neben den 8 % eines MSCI World ETF – aber es dient einem anderen Zweck. Tagesgeld ist Ihr Sicherheitsanker, Festgeld Ihr planbares Sparziel. Beides gehört in jede solide Finanzplanung.
Neu im Rennen: Geldmarkt-ETFs. Diese bilden den EZB-Einlagezins (€STR) nach und liefern aktuell ~3,4 % – oft mehr als Bankzinsen. Der Vorteil: Kein Emittentenrisiko (Sondervermögen), keine 100.000-€-Grenze, steuerlich effizient. Der Nachteil: Minimale Kursschwankungen und kein Einlagenschutz. Für erfahrene Anleger eine ernsthafte Alternative zum klassischen Tagesgeld.